„Veränderung entsteht nicht durch Wandel, sondern Wandel entsteht durch Veränderung“, lese ich bei Matthias Horx, der wiederum den Soziologen Armin Nassehi zitiert. Der Satz macht meinen Kopf schwirrend, was mich tiefer gehen lässt.

So finde ich zu den Begriffen Wandel und Veränderung an anderer Stelle: Wer auf Wandel setzt, vertraut auf die Kräfte der Selbststeuerung und Selbstheilung eines Systems, und wer auf Veränderung setzt, vertraut auf die eigene Kraft und Fähigkeit zu steuern. Er vertraut auf die Bereitschaft des Systems, verändert und gesteuert zu werden.“ (Horst Kremer)

Beides Vorgänge, die mir nah und wertvoll sind. Das Eine nicht ohne das Andere. Und gleich in der Nachbarschaft dieses Denkens, wohnt da für mich der Begriff der Entwicklung. In meiner Auffassung ein Vorgang des sich Entrollens, Entfaltens, all dessen, was bereits in uns steckt, um ans Licht der Tage zu gelangen. Denn, so schreibt Horts Kremer weiter, Wer auf Entwicklung setzt, kombiniert die Kräfte des Wandels mit den Kräften der Veränderung. Er sieht sich als Teil des Systems, der eine besondere Rolle und Aufgabe hat. Er weiß um die Wechselwirkungen zwischen sich als Steuerndem und den anderen Teilen, die sich selbst steuern wollen.“

Und so füge ich den Anfangsworten hinzu. „Wandel und Veränderung sind zusammengehörende Elemente einer gelingenden Entwicklung, unserer Selbst, unserer Gesellschaft, unserer Welt.“

 

Elke Klinger

Coach für Menschen in Führung